Die Preisträger der CISA

BALLETT

Martina Piacentino (2025)

Martina Piacentino, die in vielen Aufgaben als Ensemble Mitglied tänzerisch hervorragend ist, hat die Jury zur Verleihung der CISA im Jahr 2025 mit ihrer Darstellung und Interpretation  der Titelrolle in dem Tanztheaterstück ,Frida‘  (Kahlo) überzeugt. Die Klarheit, die Schnörkel-losigkeit, Sensibilität und die Dominanz mit der Martina Piacentino an die Rolle heranging und in ihr aufging, waren derart authentisch, dass man auch noch lange nach dem Vorstellungbesuch an Sie denken musste. Die Jurymitglieder waren sich einig, Martina Piacentino ist unsere Preisträgerin der CISA 2025 in der Sparte Ballett.

MUSIKTHEATER

Wiard Witholt (2025)

Wiard Witholt ist seit 2017 eine starke Säule des Ensembles und ist uns immer positiv aufgefallen ob in modernen Opern wie Solaris oder wie in Der Konsul unter vielen anderen.  In der zu Ende gehenden Spielzeit 2024/2025 war Wiard Witholt wieder die Allzweckwaffe in den unterschiedlichsten Genres des Musiktheaters.  In La Cenerentola als Dandini hat er nicht nur die Damen auf der Bühne zur verliebten Bewunderung gebracht. In Cosi fan tutte als Guglielmo begeisterte er im Selbstverständnis wie mit Mozart in einem nicht alltäglichen Regiekonzept umzugehen ist. Die Freude und professionelle Interpretation sowohl spielerisch als auch gesanglich in modernen Kompositionen wie  Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny und Exportschlager überzeugten die Jury.

Einstimmig war der Jury klar: in diesem Jahr geht die Goldene CISA an Wiard Witholt. Herzlichen Glückwunsch zum Theaterpreis!

SCHAUSPIEL

Jenny Langner (2025)

Egal ob bei Die Physiker, im Tatort Augsburg, Frankenstein, Mord im Orientexpress oder hildensaga.ein königinnendrama  – die diesjährige Preisträgerin der CISA in der Sparte Schauspiel, Jenny Langner, überzeugt in jeder Rolle. Aktuell besonders auch als die titelgebende Nora in „Nora oder ein Puppenheim“ von Henrik Ibsen. Von der braven, blonden Barbie Puppe – eingeengt zuerst durch ihren Vater und dann durch ihren Ehemann Torvald – wandelt sie sich überzeugend zu einer nackten, glatzköpfigen Schau-fensterpuppe mit dem Vorhaben bzw. Verlangen, selbstbestimmt zu leben. Jenny Langner zeigt dabei eine beeindruckende körperliche Höchstleistung, bewegt sich die ganze Zeit mit staksigen, ungelenken Bewegungen sowie gespreizten Fingern wie eine Puppe und verdeutlicht dadurch perfekt die Rolle, die Nora zugeschrieben wird – nicht mehr als ein Spielzeug oder ein Accessoire zu sein – und den Zwängen, denen sie unterworfen ist und aus denen sie ausbrechen möchte.

Für diese hervorragenden Leistungen zeichnen sie die Theaterfreunde Augsburg deshalb mit der Goldenen CISA aus. Herzlichen Glückwunsch!

PUBLIKUM

Ricardo Fernando (2025) ‚FRIDA‘

Der Preis wurde durch das Theaterpublikum per Online-Voting ermittelt. Die Abstimmung zeigte den großen Querschnitt an Publikumsvorlieben und war für uns als Förderverein der Beweis, dass der Publikumspreis sehr wichtig ist. Von den 16 neuen Produktionen die zur Auswahl standen, wurden dieses Jahr 14 Stücke mit Publikumsstimmen bedacht. Das Rennen war spannend und der 1. Platz wechselte mehrmals zwischen den Stücken Mord im Orientexpress, La Cenerentola, FRIDA und Nora oder Ein Puppenheim hin und her. Das Lieblingsstück des Publikums war dann zum Schluß mit ca. 20 % der Stimmen die Tanztheater-Produktion: ‚FRIDA (Kahlo)‚.
Herzlichen Glückwunsch an Ricardo Fernando zur gelungenen Chaoreographie und zum Publikumspreis „Goldene CISA“!

Die Preisträger 2024

BALLETT

Nikolaos Doede (2024)

Der Theaterpreis geht in diesem Jahr an Nikolaos Doede.  Nik Doede, so nennen ihn alle die den Tanz und ihn verehren, ist seit Beginn der Intendanz André Bücker im Ensemble und hat in diesen sieben Jahren immer bewiesen, dass er eine konstante herausragende Figur im Ballett-Ensemble ist. Tänzer haben einen großen Freiheitsdrang, kommen und gehen, Nik Doede bleibt und ist eine starke Säule im Ensemble. Was uns besonders aufgefallen ist und freut, ist die große Begabung für Choreografie, die er immer wieder in der Serie Newcomer unter Beweis stellt. Eventuell auch einmal mit einem Repertoirestück?
Viel Kraft und Inspiration für die Zukunft wünschen wir Nik Doede, verbunden mit unseren Glückwünschen zum Theaterpreis ‚Goldene CISA‘.

MUSIKTHEATER

Jihyun Cecilia Lee (2024)

Der CISA Award im Bereich Musiktheater geht an dieses Jahr an Jihyun Cecilia Lee. Cecilia Lee hat uns in dieser Spielzeit 2023/2024 mit Ihren Interpretationen unterschiedlichster Rollen begeistert. Ob als Marzelline in der Oper Fidelio,  Violetta in Giuseppe Verdis La Traviata, Liu in Turandot auf der Freilichtbühne und Romilda in Serse am Sonntag 23. Juni 2024 oder in der Sinfonie Eroica von Beethoven.
Jeder Abend mit Cecilia Lee war für Musikfreunde ein schöner, erfüllter Abend den wir gerne mit Freude, Vehemenz umgesetzt in Applaus quittierten.
Wir wünschen Ihnen weiterhin großen Erfolg und uns viele Aufführungen mit Ihnen.

Herzlichen Glückwunsch zum Theaterpreis ‚Goldene CISA‘!

SCHAUSPIEL

Kai Windhövel (2024)

Kai Windhövel kam 2017 nach Augsburg und stand seitdem in vielen Stücken auf der Bühne, u. a. in Peer Gynt, Die nötige Folter, Der Drache, Der Zauberberg, Jerusalem, Romeo und Julia. In dieser Spielzeit überzeugt er besonders in „Linda“, „Der Menschenfeind“ und „Viel gut essen“. Er gibt den „Alceste mit Inbrunst, diesen Griesgram auf Kreuzzug für das Gute, Wahre, Schöne. (…) Es ist ein Vergnügen zu erleben, wie Windhövel seine Sätze durch die Zähne presst, cholerisch an seinem Jackett zupft und als enttäuschter Idealist ächzt und japst…“,  so V. Lintner in ihrer Kritik für die Augsburger Allgemeine. In „Linda“ ist er der Chef der titelgebenden Protagonistin: korrekt im Verhalten, aber dennoch ein Fiesling. Für seine herausragenden Leistungen erhält Kai Windhövel die Goldene CISA‘. Herzlichen Glückwunschunsch!

PUBLIKUM

Cornelia Maschner (2024)
‚Hedwig and The Angry Inch‘

Der Preis wurde durch das Theaterpublikum per Online-Voting ermittelt. Die Abstimmung zeigte den großen Querschnitt an Publikumsvorlieben und war für uns als Förderverein der Beweis, dass der Publikumspreis sehr wichtig ist. Von den 18 neuen Produktionen die zur Auswahl standen, wurden dieses Jahr 16 Stücke mit Publikumsstimmen bedacht. Das Rennen war spannend und der 1. Platz wechselte mehrmals zwischen den Stücken Meister und Margarita, Hedwig and the Angry Inch und Charlie hin und her. Das Lieblingsstück des Publikums war dann zum Schluß mit gut 23 % der Stimmen: ‚Hedwig and The Angry Inch‘.
Herzlichen Glückwunsch an Frau Cornelia Maschner zur gelungenen Inszenierung und zum Publikumspreis „Goldene CISA“!

Die Preisträger 2023

Gonçalo Martins da Silva (2023)

Als Erstes muss gesagt werden, wie froh wir über die hohe Qualität, aller Tänzer und Tänzerinnen des Ensembles des Staatstheater Augsburg, sind.
Trotzdem hat einer, immer wieder, mit seiner herausragenden Persönlichkeit und intensiven Darstellung, in allen Produktionen des Balletts des Staatstheaters Augsburg, auf sich aufmerksam gemacht, ob in „Godani-Goecke-Fernando“ oder „Kontraste“, „Dimensions of Dance 4“ oder „The Fairy Queen“.
Herausragend war auch die tänzerische Leistung im Stück „Moving“ von Peter Chu.

All diese wunderbaren Momente, die wir mit ihm erleben konnten, brachten uns zur Entscheidung, der Theaterpreis die CISA 2023 geht an
Gonçalo Martins da Silva.

Herzlichen Glückwunsch zum diesjährigen CISA Award in der Kategorie Ballett!

Sally du Randt (2023)

Die Jury hat sich für Sally du Randt entschieden. Sie überzeugte die Jury mit ihren Interpretationen der Ellen Orford in der Oper „Peter Grimes“. Neben der sängerischen Leistung gelang ihr darstellerisch glaubhaft dem Hauptdarsteller zur Seite zu stehen und den Opernkrimi unter die Haut gehen zu lassen. Die Leonore in der Oper „Fidelio“ wurde zu Herzen gehend interpretiert und zwar mit minimalistischen Aktionen, nur auf die Stimme konzentriert. Wir haben auch noch in bleibender Erinnerung ihre Leonore in einer vorausgegangenen Inszenierung. Bei Arnold Schönbergs Monodram „Erwartung“ bewies sie zudem erneut ihre Wandlungsfähigkeit, je nach Anforderung bzw. Auslegung der Regie. Sternstunden hatten wir, wenn Sally du Randt Opernrollen von Richard Strauss interpretierte: die Ariadne in „Ariadne auf Naxos“, die Titelrolle in Salome und die Chrysothemis, Schwester der Elektra. Wir schwärmen auch gerne über ihre Vitellia in „La clemenza di Tito“.  Ein weiterer preiszwingender Erfolg war für die Jury Sally du Randt‘s Rollengestaltung der Ehefrau Magda aus „Der Konsul“. Wir wünschen Sally du Randt -und uns- auch in der Zukunft viele weitere gute Partien.

Sebastian Müller-Stahl (2023)

Seit 2017 im Ensemble des Staatstheaters Augsburg, zeigt Sebastian Müller-Stahl regelmäßig starke Leistungen, unter anderem in  Peer Gynt, Käthchen von Heilbronn,  Der Sturm,  Der Untergang des Egoisten Fatzer,  Die Physiker,  Der Drache, Auf dem Paseo del Prado mittags Don Klaus u.v.m. In dieser Spielzeit brillierte er besonders als Johnny „Rooster“ Byron in der deutschsprachigen Erstaufführung von „Jerusalem“, für den er sich völlig verausgabt. Ein Antiheld, ein Ausgestoßener, ein Geschichtenerzähler, der an den Punkt kommt, dass nur noch er an sich glaubt. „Genial, so Richard Mayr von der Augsburger Allgemeinen, „wie Sebastian Müller-Stahl dies ausgelotet hat und 4 Stunden lang im Rampenlicht stand. Wobei stand? Er befand sich immer in Bewegung, sein Byron kann nicht stillstehen…“. „Er wirft seinen Körper mit Macht in diese Gewaltrolle, als schillernder Waldschrat mit Muckis, Backenbart und Abrissbirnen Charisma“, so Veronika Lintner, ebenfalls Augsburger Allgemeine, in ihrer Kritik zur Premiere „und der trotz, oder vielleicht auch deswegen?, einen gewissen Charme und Anziehungskraft entwickelt vor allem für die Jugendlichen, die zu ihm kommen um ihre Träume, ihre Sehnsüchte auszuleben.“ Zu Recht gab es für diesen Einsatz, für diese Energie immer begeisterten Applaus. Herzlichen Glückwunsch an Sebastian Müller-Stahl zu dieser großartigen Leistung und zur „Goldene CISA“.

André Bücker „Jerusalem“ (2023)

Alle Theater-Interessierten wählten online die gefeierte Produktion „Jerusalem“ mit 16,1% aller Stimmen an die Spitze und damit zum Publikumspreis der Spielzeit 2022/23!  Die überaus rege Beteiligung an der Abstimmung für das beliebteste Stück erbrachte einen großen Querschnitt an Publikumsvorlieben und ist für uns als Förderverein des Staatstheaters der Beweis, dass ein solcher Preis, neben der Auszeichnung einzelner  Künstler in den einzelnen Sparten, auch zukünftig seine volle Vergabeberechtigung hat. Von 28 Produktionen wurden 26 mit Publikumsstimmen bedacht.

Die vermuteten Favoriten, eine bekannte Oper oder die in Augsburg sehr beliebten Ballette, konnten sich dieses Jahr nicht ganz vorne durchsetzen. Mehrmals wechselten sogar die Favoriten im Laufe der Abstimmung. Platz 1 also für die deutschsprachige Uraufführung von Jez Butterworth‘s Schauspiel ‚Jerusalem‘.  Doppelter Erfolg also für ‚Jerusalem‘, nachdem schon die ‚Goldene CISA‘ der Sparte Schauspiel an Sebastian Müller-Stahl u.a. für seine herausragende Leistung in diesem Stück verliehen wurde.

Herzlichen Glückwunsch an Staatsintendant André Bücker zu dieser Inszenierung und damit zum Publikumspreis „Goldene CISA“!

GRUSSWORT

Augsburgs Kulturreferent Jürgen Enninger

Kulturreferent Jürgen K. Enninger kam als Vertreter von Oberbürgermeisterin Eva Weber und überbrachte Grüße und Glückwünsche der Stadt Augsburg an die Preisträger und würdigte zugeleich die ideelle und materielle Unterstützung des Theaters durch die Theaterfreunde seit nunmehr 69 Jahren.

„…Herzlichen Glückwunsch zur Goldenen Cisa, dem Theaterpreis der Theaterfreunde Augsburg der Stadt Augsburg, an Sebastian Müller-Stahl, Sally du Randt, André Bücker und Gonçalo Martins da Silva!  Die Theaterfreunde Augsburg e.V zeigen immer wieder, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für die Kultur in der Stadt Augsburg ist! Herzlichen Dank an alle Beteiligten!  …“

Die Theaterfreunde sagen:  Herzlichen Dank, lieber Herr Enninger, daß Sie sich auch am Sonntagnachmittag die Zeit für unsere Preisverleihung genommen haben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei der Verleihung im Jahr 2024, in dem die Theaterfreunde Augsburg e.V. 70-jähriges Bestehen feiern können!
(Augsburg, 2.7.2023)